Zeitungsartikel: Dank Fitbone® in die Nationalmannschaft

Etwas weniger als vier Jahre ist es her, seit ich im UKBB in Basel meine Beinlängendifferenz von 3cm ausgleichen lassen musste. Vor einigen Tagen erschien ein Artikel in der Zeitschrift "MOVE" über diese Beinverlängerungsoperation mit der Fitbone®-Methode.

Damit Sie den Hintergrund dieses Artikels etwas besser verstehen, habe ich in diesem Blog-Post meine Geschichte etwas zusammengefasst und die wichtigsten Punkte beschrieben. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen dieses Blog-Posts und des Artikels “Dank Fitbone® in die Nationalmannschaft“. 

 

 

DIE GESCHICHTE

 

Der Eintritt in meine erste Junioren-Saison (Saison 2014)  war sehr erfolgreich und ich konnte gleich meine ersten beiden nationalen Rennen in Rivera und Tesserete gewinnen. Nach diesen beiden super Rennen ging gar nichts mehr. Zuerst hatte ich immer wieder Rückenschmerzen und nach einiger Zeit kamen auch Knieschmerzen dazu. Aus diesem Grund war es mir nicht mehr möglich, den von mir angestrebten Trainingsumfang zu absolvieren. 

Noch während der Saison gingen wir auf Ursachensuche und bald merkten wir, dass meine vorhandene Beinlängendifferenz der Auslöser für die Schmerzen war. Zuerst versuchten wir es mit den herkömmlichen Methoden, wie Schuheinlagen und Physiotherapie, aber diese Methoden brachten nicht den gewünschten Effekt. 

Nach einigen weiteren Abklärungen und Terminen kamen wir endlich zu Dr. Andreas Krieg im UKBB in Basel. Er erzählte mir von der Fitbone®-Methode, bei welcher man das Bein mithilfe eines implantierten Verlängerungsmarknagels verlängern könne. Obwohl diese Methode mit einer langen Operation und mit einer noch längeren Rehabilitationsphase verbunden war, entschied ich mich ohne gross zu zögern für diese Fitobone®-Operation. 

Dank den umfangreichen Erklärungen von Dr. Andreas Krieg vertraute ich dieser Methode sofort und war mir sicher, dass dies meine letzte Möglichkeit wäre, dass sich mein Traum Mountainbikeprofi zu werden, doch noch erfüllen könne. 

 

Wir versuchten so schnell als möglich einen Operationstermin zu bekommen und am 22. Januar 2015 war es dann soweit. In einer etwa achtstündigen Operation wurde mir der Verlängerungsmarknagel der Firma WITTENSEIN intens implantiert. Nach 11 weiteren Tagen im UKBB und einer genauen Instruktion, wie die Verlängerung des Marknagels funktioniert, durfte ich nach Hause gehen. Schon bald ging ich auch wieder zur Schule und konnte drei Mal täglich mit Hilfe einer Fernbedienung den Verlängerungsmarknagel um je 1/3mm verlängern. Dies musste ich so lange machen bis die 3cm erreicht und meine Beine gleich lang waren. 

 

 

DANKE!

 

Meine Rehabilitation war sehr erfolgreich und ich konnte noch in der gleichen Saison wieder schmerzfrei trainieren und Rennen fahren. Knapp drei Jahre nach meiner Operation gelang mir mit einem Top-15 Ergebnis am Weltcup wieder der Sprung in die Nationalmannschaft, worüber ich sehr stolz bin. Für mich der noch grössere Erfolg ist jedoch, dass ich überhaupt keine Beschwerden mehr verspüre und meine Passion nun auch als Beruf ausüben darf. Es gibt nichts Schöneres! 

 

In meiner Rehabilitations- und anschliessenden Aufbauphase waren sehr viele Personen involviert. Ich möchte mich bei all diesen Personen noch einmal für die tatkräftige und motivierende Unterstützung bedanken. 

 

- Dr. med. Andreas Krieg & UKBB-Team: Die Behandlung eines Spitzensportlers ist sicher nicht immer einfach, da ich oftmals eine sehr klare Vorstellung meiner Rehabilitationszielen hatte und natürlich so schnell wie möglich wieder Fahrrad fahren wollte. Meine Bedürfnisse wurden immer ernst genommen und ich wurde bestmöglichst betreut. 

 

- Simon Trachsel & gesamtes Physio-Team in Magglingen: Zahlreiche Stunden verbrachte ich in der Physiotherapie in Magglingen und es wurden immer wieder die besten Möglichkeiten für meine Behandlung gesucht. z.B. Lauftraining auf dem Anti-Gravity-Laufband oder Fahrrad fahren auf dem Ergometer mit verkürzter Kurbel. Ich wurde während meiner Rehabilitationsphase immer gefordert und auch stets extrem motiviert. 

 

- Meine Familie: Ob Taxiservice zu einer Nachkontrolle im UKBB oder Begleitung auf einer Trainingsfahrt mit meinem Handbike, ich durfte jederzeit auf die grossartige Unterstützung meiner Familie zählen. 

 

- Beat Müller (Trainer): Beat war mein ehemaliger U19-Nationalmannschaftstrainer und hat mir in der schwierigen Aufbauphase bei der optimalen Trainingsplanung geholfen. Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir erfolgreich zusammen und er ist heute mein persönlicher Trainer. 

 

- Christoph Kunz: Der Paralympics-Sieger (Riesenslalom) aus dem Berner Oberland hat mir sein Handbike zur Verfügung gestellt, so dass ich meine Ausdauer trainieren und den Trainingsrhythmus aufrechterhalten konnte. 

 

 

WITTENSTEIN INTENS

 

Von dieser Firma, mit dem Hauptsitz in Igersheim, stammt mein Fitbone®-Verlängerungsmarknagel. Die Firma hat den Grundstein für die Fortsetzung meiner Karriere als Mountainbikeprofi gelegt und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Zudem ist es für mich eine grosse Ehre, dass ich seit dieser Saison auf ihre Unterstützung als Privat-Sponsor zählen darf und ich so meine Geschichte auch weiteren Patienten und Betroffenen weitergeben darf. Diese Unterstützung bedeutet mir sehr viel, da mich die oben erzählte Geschichte mit der Firma sehr stark verbindet und ich wahrscheinlich ohne Wittenstein intens meinen Weg als Mountainbikeprofi nicht hätte fortsetzen können. 

 

 

  WEITERE INFORMATIONEN

 

Falls Sie an meinem umfangreichen Rehabilitations-Tagebuch interessiert sind oder meine Maturaarbeit darüber lesen wollen, befindet sich ein Download-Link in diesem Blog. Dort befindet sich auch ein Download-Link zur kompletten November-Ausgabe der “MOVE" von WITTENSTEIN. 

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Maturaarbeit und Tagebuch - Beinverlängerung mit Firbone®
Das Rehabilitations-Tagebuch befindet sich am Ende meiner Arbeit.
bre_2015_Fitbone-Beinverlaengerung.pdf
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WITTENSTEIN "MOVE" November 18
Mein Artikel befindet sich auf S. 12&13
wittenstein-move-21-de.pdf
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