Schweizermeisterschaft Radquer Sion

Mit der Schweizermeisterschaft in Sion ging meine Radquersaison 18/19 auch schon wieder zu Ende und zudem war dies auch mein letztes Radquerrennen in der U23-Kategorie. Nach dem Trainingslager in Gran Canaria lag mein Hauptfokus auf diesem Rennen und ich wollte endlich einmal an einer Radquer-Schweizermeisterschaft eine Medaille holen. Alles sah super aus, die Form am Renntag stimmte und die "Schneematsch-Bedingungen", Temperaturen um den Nullpunkt und die neue Strecke in Sion lagen mir sehr gut. 

Da ich auf Grund der extremen Bedingungen kurz vor dem Rennen noch entschieden habe, dass ich mit Tubeless-Reifen fahren werde, ging ich trotz eines sehr guten Startes das Rennen kontrolliert an. 

Bis ich merkte, dass ich die richtige Reifenwahl getroffen und in den Querhängen und den mit einem Eisfilm überzogenen Kurven richtig viel Gripp hatte, hatten drei Fahrer schon einen erheblichen Vorsprung. 

Ich begann meine Aufholjagd und fuhr immer aggressiver und risikoreicher. Mein Rückstand auf den Drittplatzierten wurde zwischenzeitlich kleiner. Ich wurde immer übermütiger, machte aber plötzlich viele Fehler und wurde etwa nach Rennhälfte mit einem platten Reifen und einem darauffolgenden Sturz gebüsst. Nach einem schnellen Bikewechsel in der Wechselzone machte ich mich wieder auf die Verfolgung, aber bei meinem Sturz riss ich meine Schuhschnalle ab und musste nun die letzten Runden mit einem lockeren Schuh bestreiten. Ich verlor komplett das Vertrauen über mein Bike und auch die Beschleunigungen aus den Kurven waren mit dem lockeren Schuh nicht mehr optimal. Am Ende musste ich eher acht geben, dass ich meinen vierten Zwischenrang gar noch verteidigen konnte.

Dies gelang mir dann auch und ich beendete wieder einmal eine Radquer-Schweizermeisterschaft auf dem undankbaren vierten Rang. Ich ärgerte mich über dieses Resultat, denn an einer Schweizermeisterschaft zählen nur die Medaillen und diese habe ich wieder einmal verpasst. 

Trotzdem stimmt mich das Rennen zuversichtlich, denn seit mehreren Jahren gelingt mir die Vorbereitung auf die Schweizermeisterschaften immer perfekt. Sowohl beim Mountainbike als auch beim Radquer lag ich immer in den Top-5. 

Jetzt werde ich mich voll und ganz der Vorbereitung auf die Mountainbike-Saison widmen und schon in etwas mehr als einer Woche am Snow Bike Festival in Gstaad starten. Dort werde ich wieder versuchen, meinen letztjährigen Gesamtsieg- dies war mein erster internationaler Sieg in der Elite-Kategorie- zu verteidigen.