Bikecheck - STOLL M1 World Cup

Bevor ich morgen das erste Rennen mit meinem neuen STOLL M1 World Cup fahren werde, möchte ich dieses noch etwas genauer vorstellen. Obwohl STOLL auch ein sehr leichtes Hardtail hat, welches sogar unter 7 Kilogramm aufgebaut werden kann, habe ich mich in dieser Saison für das neu überarbeitete Fully entschieden. Dieses ist mit 9.95 Kilogramm leichter als die meisten Bikes meiner Konkurrenten und perfekt für die technisch anspruchsvollen Strecken. 

Gross auf dem Oberrohr steht der Modellnahme des Bikes mit der Zusatzbezeichnung "World Cup". Nachdem das Swiss MTB Pro Team gegründet wurde, wurde das bestehende M1 mit einer etwas abgeänderten Kinematik und einem leichteren Carbonlayup überarbeitet.  Da die Bikes meiner Teamkollegen mit den identischen Teilen aufgebaut sind, ist noch ein Namenskleber von probikestickers.com angebracht. Somit können die Team-Mechaniker oder gegebenenfalls auch die Betreuer der Nationalmannschaft das Bike jedem Fahrer genau zuordnen. 

In den vorherigen Jahren bin ich immer mit Shimano-Bremsen gefahren und dementsprechend war ich eher kritisch gegenüber den Trickstuff-Bremsen. Nach wenigen Tests war ich von der Piccola sehr überzeugt. Ich bin wirklich noch nie mit einer besseren Bremse gefahren und zudem ist es die leichteste Scheibenbremse auf dem Markt. Was will man mehr? Für mein Rennbike haben die Mechaniker von STOLL-Bikes die schwarzen Bremshebel noch mit goldenen Hebel ausgetauscht. Diese harmonieren nun perfekt mit der DT Swiss #goldstandard Federgabel und der Eagle XX1 Schaltung. 

Die Bremshebel sind an einem 710mm breiten Bike Ahead Lenker montiert und bei den Griffen setze ich auf die Silikongriffe von ESI Grips. 

Damit meine Leistungswerte immer aufgezeichnet werden können und mein Trainer meine Rennen nachträglich analysieren kann, fahre ich sowohl auf meinem Rennbike wie auch auf meinem Trainingsbike mit einem Powermeter von Quarq. Auf der 175mm langen Kurbel ist ein Kettenblatt mit 36 Zähnen montiert. Bei den Pedalen setze ich auf die SPD-Pedale von Shimano. Diese bieten eine gute Auflagefläche und ich kann die "Auslösehärte" selber einstellen. Ich bevorzuge dort eher eine stärkere Federspannung, damit ich bei allfälligen Sprints sicher in den Pedalen bleibe. 

Die Schaltung steuert Sram mit der XX1 Eagle bei. Mit dem 36er Kettenblatt und der 12-fach Kassette von Sram habe ich sowohl in den schnelleren Passagen und an steilen Anstiegen die richtigen Gänge und muss nicht vor jedem Rennen das Kettenblatt wechseln. 

Eventuell wird die mechanische Schaltung im Verlauf der Saison noch auf die neue Wireless-Schaltung von Sram aufgerüstet werden. 

Seit mehreren Jahren habe ich eine gute Partnerschaft mit der Schweizerfirma DT Swiss und ich bin sehr glücklich, dass DT Swiss unser Team auch in dieser Saison mit Laufrädern und Federelementen aufrüstet. 

Auf den XMC1200 Laufrädern habe ich Schwalbe Thunder Burt Reifen montiert, welche ich je nach Strecke mit 1.1-1.3 bar fahre. Bei matschigeren Verhältnissen wechsle ich den Thunder Burt jeweils mit einem Racing Ralph- oder Rocket Ron-Reifen aus. 

 

 

Wie die OPM O.D.L. Race Federgabel und der Radsatz kommt auch der Dämpfer von DT Swiss. Mein Bike hat vorne und hinten 100mm Federweg und ich fahre eher eine straffe Abstimmung mit viel Rebound. Die Gabel und der Dämpfer kann ich mit einem Hebel am Lenker gleichzeitig blockieren, in den Trail-Modus setzen oder öffnen. Jedoch ist dies mit dem neutralen Hinterbau von STOLL nicht immer nötig, denn auch in geöffnetem Zustand reagiert der Dämpfer nur auf Schläge und nicht auf die Tretbewegungen des Fahrers.

 

Wie der Lenker kommt auch die Sattelstütze von Bike Ahead und auf dieser Sattelstütze ist der neue Selle Italia SL-X Sattel montiert. Der neue SL-X ist gegenüber dem alten SLR Sattel etwas kürzer und schmaler. 

Es gibt doch nichts Schöneres als einige personalisierte Details an einem Bike! Oder? Neben den probikesticker.com ziert auch der Teamname das Oberrohr und die Innenseite der Kettenstrebe. Mit diesem Bild schliesse ich meinen Bikecheck ab und dieses zeigt auch, mit welcher Detail-Liebe und Präzision unsere Bikes von STOLL produziert und zusammengebaut wurden. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Firmen, die unser Team mit Teilen ausgerüstet haben und unsere Bikes rennbereit gemacht haben. Ich freue mich riesig darauf, dass die Saison jetzt endlich startet!