UCI MTB World Cup Lenzerheide

Endlich war es soweit und der Heimweltcup auf der Lenzerheide stand vor der Tür. Nach sintflutartigen Regenfällen in den Tagen vor dem Rennen war die Strecke recht schwierig zu fahren. Nach einem sonnigen Samstag trocknete die Strecke jedoch sehr schnell ab und am Sonntagnachmittag um 16:10 Uhr war die Strecke leider nahezu trocken. 

Ich als Fahrer hätte mich über Regen gefreut, denn dadurch wäre das Befahren der Strecke sehr viel schwieriger geworden. Für den Veranstalter und die zahlreichen Zuschauer, die uns auf der Lenzerheide angefeuert haben, war das Wetter natürlich super. 

Das mehrmalige Trainieren auf dieser so rutschigen Strecke kam mir zugute, denn so fand ich die Linien mit den wenigsten Wurzeln und Steinen und konnte auch am Sonntag von meinen erarbeiteten Linien profitieren. 

Seit langer Zeit erwischte ich wieder einen guten Start und befand mich schon nach wenigen Metern von der Startposition dreiundfünfzig inmitten von Fahrern mit Startnummern zwischen zwanzig und dreissig. Schon nach einigen weiteren Metern war aber die Freude vorbei und ich wurde von einem Sturz vor mir aufgehalten und verlor alle meine gewonnen Positionen. Bis ich wieder weiterfahren konnte, waren die meisten Fahrer an mir vorbeigezogen und ich konnte als einer der Letzten der mehr als hundert Fahrer das Rennen wieder aufnehmen.  

Glücklicherweise war das Feld am zwei Minuten langen Startanstieg weit auseinandergezogen worden und ich konnte schon dort wieder wertvolle Positionen gutmachen. Ich musste jedoch auf der ersten Runde an mehreren Stellen von meinem Bike steigen und mich im Gedränge durch die engen und technischen Passagen kämpfen. 

Nach einer Runde war das Feld jedoch genügend weit auseinandergezogen und ich konnte meine Linien fahren und mit einer angriffigen Fahrweise doch noch Positionen gutmachen. Von Position fünfundsiebzig ging es immerhin doch noch auf den 55. Schlussrang, obwohl mir in der letzten Runde etwas die Energie und der Kampfgeist ausgingen. 

Leider habe ich meine letzte Chance, mich doch noch für die Weltmeisterschaft in Kanada zu qualifizieren, nicht wahrgenommen und muss nun die Rennen anfangs September als Zuschauer anschauen. Eine Woche nach der Weltmeisterschaft findet noch das letzte Weltcuprennen in Snowshoe (USA) statt. Dort werde ich mein letztes Weltcuprennen in der U23-Kategorie bestreiten und versuchen, die diesjährige Saison doch noch mit einem Erfolgserlebnis zu beenden. 

Zuerst aber steht am kommenden Wochenende noch der Swiss Cup in Basel/Muttenz auf dem Programm.