Radquer Pfaffnau (26.12.15)

Spontan entschied ich mich das Rennen in Pfaffnau zu fahren, denn ich wollte für das kommende wichtige Rennen in Meilen meine neuen Radquervelos von WHEELER in einem Rennen testen. Nach der kurzen Streckenbesichtigung am Renntag wusste ich, dass der Kurs perfekt auf mich zugeschnitten war, denn dieser hatte für ein Radquerrennen sehr viele Höhenmeter. Ich setzte mir das Ziel, das Rennen zu gewinnen.

Gleich am Start war ich an der Spitze und setzte am ersten Anstieg ein hohes Tempo an, um schon möglichst viele Gegner abzuhängen. Einige Gegner konnten mir jedoch noch folgen. In der dritten von sieben Runde attackierte ich wieder am Anstieg und endlich konnte ich mich absetzen und einen hohen Rhythmus fahren. Die Abfahrten im Rennen wurden von Runde zu Runde rutschiger, da die Sonne die gefrorene Strecke langsam auftaute, aber ich kam mit den wechselnden Bedingungen sehr gut zurecht.

Einige Male konnte ein französischer Fahrer  noch zu mir aufschliessen, aber ich konnte diesen immer wieder abhängen. Am Ende konnte ich mein letztes Radquerrennen in der Saison 2015 mit einem Vorsprung von 15 Sekunden gewinnen.

Das Gefühl endlich wieder ein internationales Rennen zu gewinnen, ist unbeschreiblich und gibt mir viel Motivation für die letzten Radquerrennen und für die kommende MTB Saison.

Ich möchte mich noch einmal bei der Firma Thömus für die Unterstützung in den letzten Jahren bedanken. Ein grosses Dankeschön geht auch an die Firma Intercycle und das WHEELER Pro Team, welche mir noch vor Weihnachten neue Quervelos besorgt haben. Ein grosses Merci auch an meinen Vater, welcher noch am Weihnachtsabend meine Velos zusammen gebaut und rennbereit gemacht hat.

 

Zu den Fotos  

EKZ Cross Tour Eschenbach (13.12.15)

Schon vor einem Jahr war ich in Eschenbach und konnte dort ein gutes Rennen zeigen. Die Strecke in Eschenbach liegt mir sehr, da diese viele Höhenmeter und eine technische Abfahrt hat. Auf der Rolle vor dem Start hatte ich das Gefühl, dass meine Beine sehr schwer waren und überhaupt nicht drehten, ich versuchte das beste daraus zu machen.

Den Start aus der ersten Reihe gelang mir überhaupt nicht und ich musste auf der ersten Runde einige Fahrer ziehen lassen. Nach der schnellen Startrunde fühlten sich meine Beinen plötzlich viel besser an und ich konnte einen guten Rhythmus finden. Ich konnte von Runde zu Runde viele Fahrer am langen Aufstieg überholen und hinter mir stehen lassen. In der zweitletzten Runde konnte ich auch wieder den Kontakt zu Platz zwei und drei herstellen.

In der Schräghang-Abfahrt merkte ich aber, dass Kuhn und Dufaux viel schneller waren und somit hatten sie am Ende der Abfahrt wieder einen kleinen Vorsprung. Ich wollte aber unbedingt bei der EKZ Cross Tour aufs Podest und ich wusste, dass ich etwa mit einem Vorsprung von 5 Sekunden auf Kuhn und Dufaux in die Abfahrt gehen musste, um den zweiten Platz zu erreichen. Zuerst musste ich aber meinen Rückstand, welchen ich in der Abfahrt eingefangen hatte, wieder aufholen.

In der letzten Runde am langen Aufstieg gelang es mir wieder den Kontakt zu ihnen herzustellen und ich versuchte, mit einem harten Antritt Dufaux und Kuhn gleich zu distanzieren um mit einer kleinen Reserve in die Abfahrt zu stechen. Mir gelang es zwar, als erster in die Schräghang-Abfahrt zu fahren, aber am Ende der Abfahrt war ich leider wieder mit einem kleinen Rückstand auf der vierten Position. Auf den letzten Metern bis zum Ziel gab ich noch einmal alles, um evtl. noch einen von beiden aufzuholen, aber dies gelang mir leider nicht mehr und  ich beendete das Rennen auf dem 4. Rang.

Der 4. Rang in Eschenbach war mein bisher bestes Resultat in der diesjährigen Radquersaison und ich bin auch zufrieden mit dem Resultat. Dieses Rennen hat mir gezeigt, dass meine Form immer besser und besser wird und ich vorne mithalten kann. Dies ist ein gutes Gefühl. Ich bin gespannt auf die nächsten Rennen.

Mit dem Rennen in Eschenbach habe ich auch die Elite-Qualifikation in der Schweiz geschafft. Dies bedeutet, dass ich in der Radquer-Saison 16/17 in der Elitekategorie fahren darf und in der MTB-Saison 2017 endlich auch. Im Gesamtklassement der EKZ Cross Tour bin ich momentan auf dem 5. Rang, aber ich habe nur sehr wenig Rückstand auf den 3. Gesamtrang. Im Rennen in Meilen (02.01.16) werde ich noch einmal alles geben und versuchen, im Gesamtklassement aufs Podest zu kommen. In Meilen werde ich zum ersten Mal in den Farben des WHEELER Pro Teams fahren.

 

Zu den Resultaten  

Radquer Sion (06.12.15)

Dieses Jahr war ich in Sion schon das dritte Mal am Start und ich freute mich riesig, wieder in Sion zu fahren. Das Rennen in Sion war auch das erste Rennen nach meiner kurzen Trainingspause welche ich nach dem Rennen in Hittnau gemacht habe um mich zu erholen und noch meinen Fitbone-Nagel zu entfernen.

Ich ging in Sion mit keinen riesigen Erwartungen an den Start, aber schon nach den ersten Metern merkte ich, dass ich mich sehr gut fühlte. Ich legte den schnellsten Start von allen hin und war gleich an der Spitze. Nach jeder Kurve merkte ich, dass ich nach dem Beschleunigen immer eine kleine Lücke aufreissen konnte, somit merkte ich bald, dass ich der Stärkste im Rennen war und somit wollte ich das Rennen unbedingt gewinnen. Ich entschied mich aber, die anderen Fahrer mit meinen Antritten müde zu fahren, aber noch nicht an zugreifen, denn die Strecke in Sion ist sehr flach und ich dachte, dass ich vom Windschatten profitieren könnte.  

Meine Entscheidung, nicht anzugreifen, zeigte sich aber in der zweitletzten Runde als falsch, denn ich machte auf der eisigen Strecke einen Fehler und stürzte. Bis ich wieder auf meinem Bike sass und ich meinen Schuh welcher sich gelöst hatte angezogen hatte, überholten mich schon einige Fahrer. Auf den letzten eineinhalb Runden versuchte ich verzweifelt, wieder den Anschluss zur Spitze zu finden, aber ich schaffte es nicht mehr und beendete das Rennen auf einem enttäuschenden 5. Rang, knapp 13 Sekunden hinter dem Sieger. Dies war etwa die Zeit, welchen ich wegen meinem Fehler verloren hatte.

 

Zu den Fotos  Zu den Ranglisten 

Teamwechsel ins WHEELER Pro Team

Ich bin sehr stolz verkünden zu können, dass ich im nächsten Jahr für das WHEELER Pro Team fahren werde. Das neue Team bietet mir die optimale Plattform, meine Ziele für die nächste Saison und die Jahre darauf zu erreichen. Ich freue mich bereits jetzt darauf, mein erstes Rennen in den Farben des WHEELER Pro Teams zu fahren. Das erste Rennen wird das Radquerrennen in Meilen, am 02.01.2016, sein. 

 

Ich möchte mich aber auch bei der Firma Thömus Veloshop AG für die jahrelange und tolle Unterstützung bedanken, denn seit meinem allerersten Rennen bin ich für die Firma Thömus gefahren. 

Ein grosses Dankeschön auch an den Teammanager vom Thömus Racing Team, René Walker und natürlich an meine Thömus-Teamkollegen. 

EKZ Cross Tour Hittnau (02.11.15)

Vor zwei Jahren nahm mich der Vater meiner Teamkollegin nach Hittnau mit und dort fuhr ich mein allererstes Radquerrennen. Ich sass bis zu diesem Zeitpunkt noch nie auf einem Radquervelo und der Schlosshügel in Hittnau war meiner Meinung nach damals extrem steil und technisch.


Als ich diesen Samstagnachmittag auf die Strecke in Hittnau ging, musste ich ein wenig schmunzeln, dass ich vor zwei Jahren so viel Mühe hatte, diesen Schlosshügel hinunter zu fahren. Nach der Streckenbesichtigung hatte ich ein super Gefühl. Ich hatte in den Abfahrten eine gute Linie und die Hürden konnte ich sauber springen. Dementsprechend freute ich mich auf das Rennen am Sonntag. 


Ich konnte wieder in der ersten Startreihe starten und kam schnell weg. Nach der ersten Kurve war ich an dritter Stelle und machte sogleich Tempo. Nach einer Rennzeit von 5 Minuten hatte ich wie an allen bisherigen Rennen einen kleinen Einbruch und musste einige Fahrer ziehen lassen. In der Abfahrt konnte ich mich aber wieder erholen und mich erneut nach vorne kämpfen. In der zweiten Runde war ich bereits wieder auf Platz vier. 


Meine Beine fühlten sich gut an und ich konnte mich mit einem anderen Fahrer zusammentun. Wir harmonierten sehr gut und versuchten die vier Spitzenfahrer wieder einzuholen, aber dies gelang uns bis zum Ende des Rennens leider nicht. 


Ich merkte, dass ich bei der Hürde und in der Abfahrt immer einen kleinen Vorsprung auf meinen direkten Konkurrenten herausfahren konnte und somit attackierte ich in der letzten Runde bei der Hürde und konnte schlussendlich einen tollen 5. Rang ins Ziel fahren. 


Dies war das dritte Rennen der EKZ-Cross-Tour und momentan bin ich auf dem 7. Rang des Zwischenklassementes. Ich bin überzeugt, dass ich noch weiter nach vorne kommen kann. Ein Top-5 Ergebnis im Schlussklassement wäre das Ziel. 


Jetzt ist es Zeit für eine kurze Pause von zwei Wochen und dann werde ich noch einige Radquerrennen fahren und mich für die MTB Saison 2016 vorbereiten. 


Zu den Fotos  Zu den Ranglisten

Int. Radquer Steinmaur (25.10.15)

Ich startete das erste Mal beim Radquerrennen in Steinmaur. Bei der Streckenbesichtigung  gefiel mir die Strecke sehr und ich freute mich riesig auf das Rennen vom Sonntag, welches bei schönem herbstlichen Wetter stattfand.  


Zum ersten Mal in dieser Saison durfte ich in der ersten Reihe starten und mein Ziel war es, ein Top-5-Ergebnis zu erzielen.


Am Start kam ich sehr gut weg und nach der ersten technischen Passage war ich an dritter Stelle. Die beiden Fahrer vor mir schlugen ein sehr hohes Tempo an und ich investierte sehr viel Energie, um an der Spitze dranzubleiben. In der zweiten Runde wurde das Tempo ein wenig langsamer und ich konnte mich etwas erholen. Nach diesem tollen Start wollte ich unbedingt aufs Podest. 


An dieser guten Position liegend, fiel mir ab der dritten Runde plötzlich immer wieder die Kette vom Kettenblatt und ich musste öfters anhalten, um die Kette zurück aufs Kettenblatt zu bringen. Dadurch verlor ich immer wieder viele Positionen und brauchte danach viel Kraft, die entstandenen Lücken wieder zu schliessen und diese Kraft fehlte mir dann schlussendlich in den letzten Runden. 


Nach einer Renndauer von ca. 42 Minuten beendete ich das Rennen auf dem 8. Rang. Die Platzierung ist nicht schlecht, aber ich bin enttäuscht wie es zu diesem Rang gekommen ist. Ich bin mir sicher, dass ein Platz auf dem Podium für mich ohne Probleme möglich gewesen wäre. Meine Form stimmt aber und ich freue mich aufs Rennen am nächsten Wochenende in Hittnau.


Int. Radquer Rickenbach (11.10.15)

Nach den zwei letzten Querrennen, bei welchen ich beide Male technische Probleme hatte, wollte ich an diesem Rennen unbedingt ein gutes Resultat zeigen und natürlich ohne Defekt durchkommen. Die Strecke war perfekt für mich, denn sie hatte zwei kürzere Aufstiege und an diesen konnte ich meine Stärken ausspielen. Auf der Strecke hatte es auch einen kurzen Pumptrack und eine Abfahrt mit Steilwandkurven, was mir natürlich auch gut gefiel.

Am Start kam ich einigermassen gut weg und konnte mich etwa an zehnter Position einreihen, ich musste aber wie bei den vorherigen Rennen die Spitze ziehen lassen. Ich wusste aber, dass ich viele von diesen Fahrern nach einigen Runden wieder einholen kann und deshalb versuchte ich einen konstanten Rhythmus zu fahren. Wie erwartet konnte ich mich von Runde zu Runde weiter nach vorne kämpfen, bis ich auf der letzten Runde auf Rang fünf war. Wie am Start bekanntgegeben wurde, durften nur die ersten vier Fahrer aufs Podium und ich gab noch einmal alles, um auch noch den Fahrer auf Position vier einzuholen. Den Anschluss zu diesem Fahrer konnte ich in dieser letzten Runde zwar noch herstellen, aber am Ende hatte er noch mehr Kraft als ich.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem 5. Rang und freue mich auf das nächste Rennen in Steinmaur, welches in zwei Wochen stattfinden wird.


Zu den Fotos  Zu den Ranglisten

EKZ Cross Tour Baden (13.09.15)

Ich freute mich riesig auf mein erstes Radquerrennen in dieser Saison, welches in Baden stattfand. Leider sind meine beiden neuen Radquerbikes noch nicht bereit gewesen und ich fuhr noch mit dem Bike des letzten Jahres. Als Ersatzbike hatte ich ein Fahrrad ohne Scheibenbremsen. Die Strecke in Baden gefiel mir sehr und meine Beine fühlten sich auch gut an.

Ich startete aus der dritten Startreihe und kam recht gut weg. In der ersten Kurve war ich aber zu wenig frech und ich verlor viele Plätze und verpasste so den Anschluss zu den Spitzenfahrern. Und so verbrachte ich die ersten 4 Runden damit, Fahrer um Fahrer zu überholen. Endlich schaffte ich den Anschluss zu Platz 8 und ich fühlte mich trotz der Aufholjagd super. In der zweitletzten Runde, kurz vor der Zieldurchfahrt, merkte ich, dass ich im hinteren Reifen Luft verliere und von dort aus dauerte es noch mehr als eine halbe Runde bis zur Wechselzone, wo mein Vater mit dem Ersatzfahrrad stand. Auf den Pflastersteinen, bei der Zieldurchfahrt, verlor ich dann endgültig die letzte Luft in meinem Reifen. Ich riskierte in den Abfahrten sehr viel und sprang sogar noch die Hürden kurz vor der Wechselzone mit meinem platten Reifen. Die letzte Runde musste ich also mit meinem Ersatzrad zurücklegen, auf welchem ich mich gar nicht wohl fühlte, denn es hatte andere Bremsen und eine andere Geometrie. Mit diesem Bike verlor ich auf der letzten Runde leider noch zwei Plätze.

Ich beendete das Rennen auf dem 10. Rang. Ich bin nicht wirklich zufrieden mit diesem Rang, denn ohne die beiden ärgerlichen Ereignisse wäre ein Top-5 Ergebnis möglich gewesen, denn zwei Mal fuhr ich die fünftbeste Rundenzeit.

Ich freue mich auf das nächste Rennen in drei Wochen in Dielsdorf, wo ich hoffentlich mit meinen neuen Bikes und einem besseren Startplatz attackieren kann.


Zu den Ranglisten  Zu den Fotos

Garmin-Bike-Cup Chéserex ( 30.08.15)

Kurzfristig entschied ich mich, ein regionales Rennen in der Nähe von Genf zu fahren. Die Strecke war sehr speziell, denn wir machten zuerst eine 10 Kilometer lange Startrunde und dann ging es etwa 20 Kilometer und 1000 Höhenmeter bergauf bis ins Ziel zuoberst auf dem Berg La Barilette. Insgesamt mussten wir 1500 Höhenmeter und 32 Kilometer bewältigen. Da ich die Strecke überhaupt nicht kannte, war meine Taktik, die Startrunde so kräfteschonend wie möglich zu fahren und erst am langen Anstieg zu attackieren. Da ich eher ein leichterer Fahrer bin, wusste ich, dass mir diese Strecke sicher liegen wird und dementsprechend setzte ich meine Ziele sehr hoch. Ich wollte im Overall-Klassement gewinnen und natürlich auch in der Juniorenwertung den ersten Platz erreichen.

Der Start gelang mir gut und ich konnte mich gleich in der Spitzengruppe inmitten der Elitefahrern positionieren. Schon nach den ersten Kilometern wusste ich, dass ich die Startrunde nicht kräfteschonend fahren kann, denn einige Fahrer setzten eine hohe Pace. Nach der Startrunde war ich immer noch in einer etwa 10-köpfigen Spitzengruppe und ich fühlte mich immer noch sehr gut. Nach der Rennhälfte gelang es mir, mich mit drei anderen Fahrern abzusetzen. Da ich die Strecke überhaupt nicht kannte, musste ich in den wenigen Abfahrten sehr viel riskieren, um an der Spitze dranzubleiben. Glücklicherweise schaffte ich die schnellen Abfahrten aber ohne Sturz.

Etwa 6 Kilometer vor dem Ziel und nach einer Rennzeit von etwa 1h 20min hatte ich einen kleinen Einbruch und ich musste die Spitzengruppe mit den drei Fahrern ziehen lassen und mich von zwei Fahrern überholen lassen. Dank den vielen Zuschauern und nach einem Gel fühlte ich mich wieder besser und ich versuchte, die Lücke noch einmal zu schliessen. Auf den letzten zwei Kilometern quetschte ich noch meine letzten Energiereserven heraus und konnte noch einen Fahrer einholen. Als ich endlich zuoberst im Ziel war, war ich überglücklich, dass dieses harte Rennen endlich vorbei war.

Ich beendete das Rennen auf dem 5. Gesamtrang, etwa 2 Minuten hinter dem Sieger. Die Juniorenwertung aber konnte ich mit einem Vorsprung von 14 Minuten gewinnen. Ich bin mit dem Rennen mega zufrieden. Aber eines ist klar; ich bin noch nie so ein hartes Rennen gefahren wie dieses, aber falls das Rennen im nächsten Jahr in meinen Rennkalender passt, werde ich wieder dabei sein. Jetzt werde ich mich auf mein erstes Radquerrennen, welches in zwei Wochen in Baden stattfindet, vorbereiten und ich hoffe, dass ich mit meiner Form ein gutes Resultat erzielen kann.  

Argovia-Cup Hochdorf ( 23.08.15)

Schon vor zwei Jahren nahm ich einmal in Hochdorf am Argovia-Cup teil. Ich hatte sehr gute Erinnerungen an dieses Rennen, denn ich wurde damals Zweiter. Die Strecke in Hochdorf ist sehr schnell und hat wenige Höhenmeter. Der längste Aufstieg war nur etwa 30 Sekunden lang und man konnte mit voller Kraft hochfahren. Ich rechnete mit einer Rundenzeit von knapp 9 Minuten. Wir Junioren mussten 6 Runden absolvieren und ich wusste, dass dieses Rennen sehr kurz sein würde.

Am Start kam ich gut weg und konnte gleich in die Spitzengruppe fahren. Ich kam als einer der ersten Fahrer in den kurzen Aufstieg und ich wusste, dass hier das Rennen erst richtig beginnen würde. Ich ging also aus dem Sattel und versuchte den Aufstieg voll hoch zu sprinten. Einige Fahrer überholten mich und da das Rennen sehr hektisch war, gab es auf meiner linken Seite einen Sturz. Glücklicherweise konnte ich selbst ausweichen, aber ich fuhr in ein Maisfeld. Ich befreite mich und mein Fahrrad mühsam aus diesen Maispflanzen und startete mit der Aufholjagd. Wegen  dieses Ausfluges ins Maisfeld habe ich leider den Anschluss zur dreiköpfigen Spitzengruppe verpasst, aber nach eineinhalb Runden lag ich schon wieder in der Gruppe um Platz vier. Wir versuchten  aber vergeblich die Spitzengruppe einzuholen, obwohl sie nur etwa 100 Meter vor uns war.

Bis wir auf die letzte Runde gingen, wurde die Gruppe, in welcher ich fuhr immer kleiner, bis nur noch ein weiterer Fahrer und ich zusammen um Platz drei kämpften. In der letzten Runde schaffte ich endlich den Anschluss zur Spitzengruppe, aber am Anstieg konnte ich leider  mit den besten drei Fahrern nicht mithalten. Kurz vor dem Ziel konnte ich die Lücke zu Rang drei noch einmal schliessen und es gelang mir sogar, meinen direkten Gegner in der Nähe des Ziels zu übersprinten.

Eigentlich war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits zu Ende, aber die Rennverantwortlichen machten einen Fehler und schickten die ersten vier Fahrer noch auf eine siebte Runde. Wir waren alle recht verunsichert, fuhren aber trotzdem noch mit der ganzen uns zur Verfügung stehenden Energie weiter. In den kurzen Anstieg kam ich sogar als Erster, musste aber die beiden anderen Fahrer kurze Zeit später wieder ziehen lassen.

Somit beendete ich das Rennen -auch nach dieser zusätzlichen Runde-  auf dem 3. Rang.


Zu den Ranglisten

BMC-Racing-Cup Basel (16.08.15)

Gleich nach Beendigung des Rennens in Montgenèvre fuhren wir mit unserem Wohnmobil ca. 7h zurück nach Basel, wo am Sonntag das letzte Rennen des BMC-Racing Cups stattfand. Da der Juniorenstart in Basel schon um 09.30 Uhr erfolgte, hatte ich am Sonntagmorgen ein wenig Stress. Aber dank der Mithilfe meines Vaters und meiner Schwester war mein Velo rennbereit und auch die Verpflegung war parat. 

Da ich wegen meiner Verletzung noch kein Rennen dieses Cups gefahren bin, musste ich zuhinterst mit der Nummer 73 starten. Ich nahm es recht locker, denn ich wusste, dass ich auf der Startrunde, welche in Basel auf der Pferderennbahn stattfand, viele Fahrer überholen kann. 


Als der Startschuss fiel, begann ich mich sofort nach vorne zu arbeiten. Wie geplant, konnte ich auf der Bahnrunde eine super Linie fahren und  als wir nach der Bahnrunde zum ersten Mal über die Ziellinie fuhren, war ich bereits an dritter Stelle. Zugegeben, diese enorme Aufholjagd hat auch mich etwas erstaunt. 

Ich konnte in den ersten vier Runden immer so um Rang vier herum mitfahren und der Fahrer, welcher um diese Zeit  auf dem zweiten Rang lag, war nicht so weit von mir entfernt. Ich fühlte mich immer noch sehr gut und versuchte alles, um aufs Podest zu fahren. Auf den letzten zwei Runden spürte ich jedoch das Rennen vom vorherigen Tag in meinen Beinen und plötzlich ging nichts mehr und ich musste mich von mehreren Fahrern überholen lassen. Schlussendlich konnte ich noch einen 9. Rang ins Ziel retten. Mit diesem tollen Rennwochenende -mit zwei Schlammrennen- sind die wichtigsten Rennen der MTB Saison 2015 vorbei. 

Schon jetzt freue ich mich auf die schon bald beginnende Radquersaison. 


Zu den Ranglisten  Zu den Fotos

UCI Junior Series Montgenèvre (15.08.15)

Am vergangenen Wochenende startete ich zu meinem zweiten und letzten UCI Junior Series Rennen in meiner Zeit als Junior. Glücklicherweise durfte ich mit der Nationalmannschaft starten, denn dadurch konnte ich von einem besseren Startplatz profitieren. Dies war für mich persönlich natürlich noch eine zusätzliche Motivation für dieses Rennen. Das Rennen fand in Frankreich, in Montgènevre statt. Nach einer etwas verkorksten Anreise kamen wir am Freitagmorgen endlich am Rennort an und ich ging gleich auf die Strecke. Nach der ersten Runde mit meinem Hardtail ging ich sofort zu unserem Wohnmobil, um mein vollgefedertes Bike zu holen. Als ich die zweite Runde auf meinem Fully absolvierte, fand ich die Strecke immer besser und ich fühlte mich auf diesem Bike auch viel sicherer. Da es immer wieder regnete, war für mich noch nicht klar, welche Reifen ich am Samstag fahren werde, ich bereitete aber schon meine Schlammreifen vor, denn ich rechnete fest damit, dass die Strecke noch rutschiger werden würde.  


Am Samstag in der Früh, als ich noch eine Runde auf der Strecke machte, war für mich schnell klar, dass ich mit den Schlammreifen fahren werde, obwohl diese ein wenig mehr Rollwiderstand haben, dafür habe ich damit aber super Grip. Ich machte somit mein Fahrrad rennbereit und begann mit dem Aufwärmen auf der Rolle. Der Start war um 12.45 Uhr geplant und am Teammanager-Meeting wurde uns mitgeteilt, dass die Verantwortlichen 20 Minuten vor dem Start mit der Startaufstellung beginnen wollen. Somit war ich bereits um 12.20 Uhr beim Start. Um 12.45 Uhr wurde uns aber gesagt, dass der Start auf 13.00 Uhr verschoben werde, da noch Juniorinnen auf der Strecke seien. Mittlerweile regnete es wieder sehr stark und ich bekam langsam kalt. Um ca. 12.50 Uhr wurde die Strecke dann endlich freigegeben und es wurde mit der Startaufstellung begonnen. Die Veranstalter und UCI-Kommissäre veranstalteten aber ein riesiges Durcheinander und somit stellte ich mich einfach in die fünfte Startreihe, obwohl ich eigentlich mit der Nummer 60 hätte starten sollen. So stand ichnun also mitten in den Fahrern mit UCI-Punkten und hatte einen "Hammer-Startplatz".


Endlich fiel der Startschuss und ich wollte meinen tollen Startplatz unbedingt nutzen. Leider war ich aber vom langen Warten so ausgekühlt, dass ich zu Beginn des Rennens überhaupt keine Kraft hatte. Somit verlor ich in der ersten von vier Runden sehr viel Zeit und auch wertvolle und wichtige Ränge. Als sich das Feld nach der ersten Runde ein wenig auseinander gezogen hatte und ich endlich wieder warm war, gelang es mir auf den letzten drei Runden -auf dieser technischen und matschigen Strecke- viele Fahrer zu überholen. Ich fühlte mich extrem gut und ich schaffte es, mich in den letzten drei Runden vom 60. Rang bis auf den 28. Rang vorzuarbeiten. 


Ich bin extrem zufrieden mit diesem Resultat und hätte nie damit gerechnet, dass ich noch so weit nach vorne fahren kann. Auf der Rangliste habe ich im Nachhinein gesehen, dass wenn ich in der ersten Runde nicht 3 Minuten verloren hätte, ich sogar in die Top-20 hätte fahren können. Schade für die verpasste Chance!


Zu den Ranglisten  Zu den Fotos

Garmin Bike Cup Alterswil (09.08.15)

Recht spontan entschied ich mich, mich für ein regionales Rennen in Alterswil anzumelden. Ich kannte die Strecke noch nicht und deshalb machte ich vor dem Rennen noch eine Runde, um die Strecke ein wenig kennen zu lernen. Die Strecke war recht lang, aber es hatte einige schöne Abfahrten und auch einen härteren Anstieg. Mein Ziel war es, dieses Rennen zu gewinnen, obwohl ich noch etwas müde Beine von der vergangenen, harten Trainingswoche hatte. Nach dem Einfahren und einigen Sprints fühlten sich meine Beine jedoch schon viel besser an.

Bei den Rennen des Garmin Bike Cups starten die Junioren immer mit den Elitefahrern und ich wollte versuchen,  so lang wie möglich mit diesen mitzuhalten. Am Start konnte ich mich gleich weit vorne einreihen und mit einer Gruppe Elitefahrern mitfahren. Als ich von der ersten Runde zurückkam, lag ich etwa auf dem 7. Rang  der Elite-Kategorie und ich hatte schon einen beachtlichen Vorsprung auf den ersten Juniorenfahrer. Auf den folgenden zwei Runden konnte ich meinen Vorsprung immer mehr ausbauen. Auf der letzten Runde fiel es mir aber recht schwer, mich noch einmal zu quälen, dies lag wahrscheinlich daran, dass ich bereits das Rennen vom nächsten Wochenende im Kopf hatte. So wurde mein Vorsprung also noch etwas kleiner und ich kam schliesslich rund eine Minute vor dem Zweiten ins Ziel.

Es war ein super Gefühl wieder einmal zuoberst auf dem Podest zu stehen, obwohl dies nur ein eher kleines regionales Rennen war.

Die ersten drei Runden dieses Rennens gaben mir viel Selbstvertrauen für das UCI- Junior Series Rennen am nächsten Samstag in Frankreich.

Jetzt heisst es: „Gut erholen und am Samstag voll angreifen!“


Zu den Ranglisten  Zu den Fotos

UCI Junior Series Næstved (02.08.15)

Endlich war es soweit ... ich durfte endlich mein erstes internationales Rennen fahren. Es war ein UCI Junior Series Rennen, welches so etwas Ähnliches wie ein Weltcuprennen für die Juniorenkategorie ist. Das Rennen fand in Dänemark, ca. eine Stunde von Kopenhagen entfernt, in Næstved, statt. Da ich momentan gerade Sommerferien habe und die Reise nach Dänemark sehr lang ist, entschieden sich meine Familie und ich schon zwei Wochen vorher anzureisen und dort in der Nähe unsere Ferien zu verbringen. Ich konnte in diesen Wochen sehr gut trainieren und mich perfekt auf das Rennen vorbereiten. 


Am Freitag vor dem Rennen fuhren wir dann nach Næstved und dort ging ich sogleich auf die Strecke. Die Strecke war eine der besten, welche ich bisher gesehen hatte und sie war perfekt auf meine Fähigkeiten zugeschnitten. Sie war sehr technisch, hatte einen Rockgarden und sehr viele Sprünge und man hatte zwischendurch auch sehr wenig Zeit sich zu erholen. Aufgrund dieser technischen Strecke entschied ich mich mit meinem neuen vollgefederten Lightrider von Thömus zu fahren. 


Die Junioren durften 5 Runden absolvieren. Ich musste leider recht weit hinten starten, da nach UCI-Punkten aufgestellt wurde. Da ich bisher noch keine Punkte hatte, wurden die Startplätze der Fahrer ohne UCI-Punkte ausgelost. Mein Ziel in diesem Rennen war ein Top-20-Ergebnis, um endlich einige UCI-Punkte zu bekommen, um so in der noch verbleibenden Saison einen besseren Startplatz zu erhalten. 


Am Start kam ich gut weg und ich konnte mich mühelos in den besten Zwanzig positionieren. Am Ende der ersten Runde war ich etwa auf dem 16. Rang und ich fühlte mich sehr gut und konnte mit den Fahrern in meiner Gruppe gut mithalten. In der zweiten Runde stürzte ein Fahrer vor mir im Rockgarden beinahe und ich musste eine nicht ganz so optimale Linie fahren, welche dann prompt dazu führte, dass es mir an einem spitzen Stein den Reifen aufschlitzte. Zum Glück waren es von dort nur noch ca. 200 m bis zur Tech-Zone, in welcher mein Vater mit meinen Ersatzrädern bereit stand. Jetzt hiess es also so schnell wie möglich mit meinem platten Hinterreifen dorthin zu fahren. Ich hatte bisher noch nie eine Panne in einem Rennen und musste also auch noch nie ein Rad wechseln lassen. Einmal trifft es wohl jeden!!! Glücklicherweise wechselte mein Vater das defekte Hinterrad in einem Rekordtempo und ich konnte nach etwa 20 Sekunden wieder weiterfahren. 


Wegen diesem unfreiwilligen Stopp fiel ich aus den Top-20 heraus, aber ich kämpfte mich so gut wie möglich wieder nach vorne. Schon eine halbe Runde später lag ich wieder auf dem 20. Rang und es waren ja immer noch drei Runden zu fahren. In der zweitletzten Runde kam ein Fahrer von hinten und ich wusste, dass ich keinen Rang mehr verlieren darf, denn sonst bekomme ich ja keine UCI-Punkte mehr. Leider gelang es mir aber nicht meinen Gegner abzuhängen und ich musste ihn eine Runde vor Schluss ziehen lassen. Ich wollte aber unbedingt in die Top-20 und somit riskierte ich in den Abfahrten sehr viel, denn dort war ich in den vorherigen Runden immer schneller als meine Konkurrenten. Ich erhoffte mir, das entstandene Loch noch einmal schliessen und so noch einen anderen Fahrer einholen zu können. Am letzten Aufstieg des Rennens gab es drei verschiedene Linien, eine sehr steile und schwierige und zwei einfachere, welche weniger Kraft erforderten. Ich sah einen Fahrer vor mir und so entschied ich mich, die steilste und schwierigste Linie zu fahren, um an meinen Gegner heranzukommen. Die dänischen Zuschauer schrien mich förmlich den Aufstieg hinauf. Als ich den anstrengenden Anstieg hinter mich gebracht hatte, war meine Kraft jedoch zu Ende und ich stand beinahe still. Am Ende kam ich mit dem unglücklichen 21. Rang ins Ziel, ca. 15 Sekunden hinter dem Zwanzigplatzierten.


Mit dem Resultat bin ich nicht zufrieden, denn ich bin mir sicher, dass ohne Defekt an diesem Tag ein Top-20-Ergebnis möglich gewesen wäre, denn ich fühlte mich super. Wenn ich aber nur auf das Rennen und vor allem auf meine lange Verletzungspause schaue,  -ohne das Schlussresultat zu beachten- kann ich sehr zufrieden sein, denn ich konnte konstante Rundenzeiten fahren und verlor nur 5 Minuten auf den Sieger. Dies bedeutet, dass ich pro Runde ungefähr eine Minute langsamer als der Schnellste fuhr. I


Ich bin mir sicher, dass ich auf dem richtigem Weg bin und in zwei Wochen werde ich am UCI Junior Series in Frankreich wieder voll angreifen und hoffe, dass es dann für ein Top-20-Ergebnis reichen wird.     


Zu den Fotos

Raiffeisen Trans Les-Ponts-de-Martel (01.07.15)

Nach einer langen Renn- und Trainingspause nach meiner Operation hatte ich einen Termin im UKBB bei Herrn Krieg. Dieser erlaubte mir, nachdem er das Röntgenbild sah, dass ich endlich wieder MTB-Rennen fahren darf. Ich wusste, dass am Abend in Les-Ponts-de-Martel im Jura ein regionales Rennen des Raiffeisen Trans stattfinden wird. Da ich das Okay vom Arzt hatte, fuhren mein Vater und ich am Abend nach Les-Ponts-de-Martel. Ich kannte diese Strecke noch nicht und es blieb auch keine Zeit, diese vorher abzufahren. Ich musste nicht, wie ich es vom Cross Country Rennen gewohnt bin, 5x eine 4km-Runde fahren, sondern es galt eine grosse Runde von 18 km zu fahren und deshalb war es für mich sehr schwierig, das Rennen einzuteilen. 

 

Der Start gelang mit sehr gut und ich konnte mich sehr weit vorne platzieren. Etwa nach 1 km auf der Strasse ging es in einen sehr steilen und langen Aufstieg. Ich hatte keine Chance mit den besten Fahrern mitzuhalten und wurde weit nach hinten gereicht. Ich versuchte einige Male erfolglos an einem Hinterrad eines Fahrers dranzubleiben. Ich hatte fast das Gefühl, als müsste ich von meinem Bike absteigen und eine kurze Pause machen. Nach ca. 10 Minuten gelang es mir endlich einen guten Rhythmus zu finden und einige Fahrer wieder zu überholen. Endlich war ich bereit für die Aufholjagd. 

 

In der ersten Abfahrt riskierte ich sehr viel um einige Fahrer zu überholen und wieder nach vorne zu fahren. Da ich die Abfahrt nicht kannte, verschätzte ich mich in manchen Kurven ein wenig und ich erwischte nicht immer die Ideallinie. Nach der Abfahrt konnte ich endlich zu einer Gruppe aufschliessen und in dieser mitfahren.

 

In der zweiten Hälfte des Rennens kamen immer wieder steile kurze Aufstiege, welche man stehend voll rauffahren konnte. Eigentlich gehören solche Aufstiege zu meinen Stärken, aber nach einem so langen Trainingsunterbruch war es für mich unmöglich, solche Leistungsspitzen zu fahren. Leider musste ich einen Teil der Gruppe fahren lassen und ich fuhr mit zwei anderen Fahrern, welche nicht in meiner Kategorie starteten, Richtung Ziel. Ich wollte diese beiden Fahrer aber trotzdem noch schlagen und ich versuchte ca. 1 km vor dem Ziel auf der Fläche zu attackieren. Ich merkte aber sofort, dass dies keinen Sinn hat und somit begann ich zu taktieren. Niemand wollte die Führungsarbeit übernehmen und somit versuchte ich es 400m vor dem Ziel noch einmal mit einem Überraschungsangriff. Ich konnte eine kleine Lücke aufreissen, aber ein Fahrer versuchte diese sofort wieder zu schliessen. 100m vor dem Ziel hatte ich keine Kraft mehr, war aber immer noch zuvorderst und ich dachte bereits, dass ich den Sprint gewonnen hätte. Wie es aber im Mountainbikesport so ist , löste sich genau in diesem Moment mein Gegner aus meinem Windschatten und ich musste noch einmal kontern. Leider gelang mir dies nicht mehr und ich verlor den Sprint ganz knapp. 

 

In der Junioren-Kategorie beendete ich das Rennen auf dem 4. Rang und mit diesem Resultat bin ich -nach einer so langen Rennpause- sehr zufrieden. Ich habe mich entschieden, dass ich den BMC-Racing-Cup in Montsevelier vermutlich noch auslassen werde, um mich auf die Schweizermeisterschaft am 19.07.15 in Langendorf vorzubereiten. Dort wird sich herausstellen, wo ich momentan liegen werde. Auf jeden Fall freue ich mich darauf!

 

Zu den Ranglisten  Zu den Fotos

Lange Verletzungspause wegen Operation

Am 22.01.15 wurde ich in Basel am UKBB operiert. Ich musste einen Meniskusriss nähen und meine Beinlängendifferenz ausgleichen lassen. Seit mehreren Jahren leide ich nämlich an einer Beinlängendifferenz von 3 cm und bekam deshalb Probleme mit meinem Knie und in letzter Zeit auch mit meinem Rücken. Leider werde ich jetzt ca. 5-6 Monate ausfallen und es ist mir so nicht möglich, wie gewünscht in die MTB Saison zu starten. Mein Ziel ist es, dass ich an der Schweizermeisterschaft in Langendorf wieder Rennen fahren kann. Ich werde alles geben, um wieder an die Spitze zu kommen. 

Radquer Schweizermeisterschaft Aigle (11.01.15)

Am Samstag, als ich die Strecke besichtigte, war die Strecke recht trocken und das meiste war sehr gut fahrbar. Gemäss den Wetterprognosen rechnete ich aber damit, dass es am Renntag heftig regnen wird. Die Strecke gefiel mir sehr gut, denn es hatte sehr wenige Laufpassagen und sie war sehr schnell. Dementsprechend freute ich mich sehr auf das Rennen vom Sonntag.  


In der Nacht auf Sonntag kam der Regen wie erwartet und dieser weichte die Strecke auf, so dass diese sehr langsam wurde und die kurzen Aufstiege konnte man beinahe nicht mehr fahren. Als wir um 11.30 Uhr starteten, hörte es glücklicherweise langsam auf zu regnen.


Ich konnte in der ersten Startreihe starten und kam sehr gut weg, so dass ich als Vierter in die erste Kurve einbog. Natürlich versuchte ich an der Spitze dran zu bleiben, denn ich wollte unbedingt eine Medaille holen. An den ersten Fahrern dran zu bleiben, gelang mir nicht ganz, ich konnte mich jedoch in der Verfolgergruppe einreihen, musste aber die Spitze, mit den ersten drei Fahrern, ziehen lassen. In der Mitte des Rennens konnte ich plötzlich noch einmal aufdrehen und meine direkten Gegner sogar etwas distanzieren. Da die Streckenführung "recht kompakt" war, konnte ich den Fahrer, welcher auf dem dritten Platz lag immer vor mir sehen und da ich unbedingt eine Medaille wollte, gab ich alles um diesen einzuholen. 


Als ich auf die letzte Runde ging, hatte ich noch ca. 40 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz und im Verlaufe dieser Schlussrunde kam ich der erhofften Medaille immer näher und kurz vor dem Ziel hatte ich nur noch 14 Sekunden Rückstand. 


Leider beendete ich das Rennen auf dem unglücklichen vierten Rang. 


Wenn das Rennen noch eine Runde länger gedauert hätte, wäre es mir höchstwahrscheinlich sogar gelungen, zu diesem dritten Platz aufzuschliessen oder gar einen Podestplatz zu errzielen.


Dies war das letzte Radquer-Rennen der Saison und für mich auch das letzte als U19-Fahrer, denn im nächsten Jahr werde ich in der U23 Kategorie starten. 


Ich möchte mich auch noch bei allen bedanken, die mich -trotz der Kälte und dem Schlamm- angefeuert haben und auch bei den Sponsoren, welche mir ermöglichten, diese Radquer-Saison zu bestreiten.  Zu den Ranglisten